Die Zusammensetzung des Umsatzes - eine Netzwerkanalyse

· von Martin Geissmann

Woher kommt eigentlich unser Umsatz?

Der Umsatz(-erlös), definiert als die Menge mal Preis der verkauften und verrechneten Leistung, ist der Treiber unternehmerischen Erfolgs. Im Gegensatz zur Absatzmenge (wie viele Aufträge/Kunden/Patienten?) und zur Kostenseite (sind Einsparungen möglich?), erhält der Umsatz im Detail jedoch wenig Beachtung. Zwar ist bekannt, wie hoch der Umsatz aus verschiedenen Geschäftsbereichen ist, oft jedoch nicht welche einzelnen erbrachten Leistungen zum Erfolg beitragen. Noch weniger bekannt ist, welche Leistungen in Kombination zueinander den Erfolg ausmachen.

Aus der von uns bereuten Domäne sind Röntgeninstitute zu erwähnen. In der Regel ist bekannt wie viele Untersuchungen pro Monat oder Jahr auf einem Gerät im Schnitt durchgeführt werden. Ebenso ist ungefähr bekannt, wie viel Umsatz daraus generiert wird (z.B.: der Umsatz aus dem Magnetresonanz liegt ungefähr bei …).

Vollständig unbekannt ist jedoch vielfach die Anzahl einzelner Leistungen. Wie viele Sprunggelenke werden untersucht? Und welcher Umsatz wird daraus erzielt? Wie viele MRI Schädel werden durchgeführt? Und werden solche allenfalls oft kombiniert, etwa mit einer MRI Angio oder HWS?

Für die Beantwortung dieser Fragen hat sich bei uns die interaktive Netzwerkanalyse durchgesetzt.

Network analysis

Verwendung:

  • Informationen zu jeden Taxpunkt und zu jeder Verbindung werden angezeigt wenn sich der Mauszeiger darüber bewegt
  • Beim Anklicken von Knoten werden die Verbindungen hervorgehoben
  • Das Mausrad funktioniert als Zoom
  • Die Knoten können frei verschoben werden per Drag-and-drop

Die dargestellten Daten sind künstlich generiert aufgrund von Statistiken und der Tarifdatenbank.

Das Netzwerk stellt sämtliche verrechneten Positionen mit mindestens CHF 10’000 (Cutoff) Erlös dar. Die Darstellung verwendet den Fruchterman-Reingold Algorithmus.

Ersichtlich werden die Grössenverhältnisse und die häufigen Kombinationen. Anders als einzelne Auswertungen welche beispielsweise die Häufigkeit einzelner Positionen zeigen, gibt die Netzwerkdarstellung sämtliche Leistungen wieder. Mittels der Darstellung der Kombinationen kann etwa nicht nur beantwortet werden *wie oft weitere Serien (MRI oder CT) verrechnet werden, jedoch auch bei welchen Hauptleistungspositionen.

Beispiel: welcher Umsatz wird mit weiteren Serien erzielt?

Und noch wichtiger: bei welchen Untersuchungsregionen wird überhaupt eine weitere Serie durchgeführt?

Ersichtlich wird, dass am meisten weitere Serien bei MRI Teilstücken der Wirbelsäule erbracht wurden, nämlich bei 378 Fällen. Ebenfalls wird die weitere Serie oft bei MRI Abdomen verrechnet. Insgesamt wurde in der betrachteten Periode über CHF 200 Tsd. Ertrag mittels der weiterer Serien erzielt (1’481 à 164.56 TP zu 0.89 TPW).1

Interessiert Sie das Thema? Dann schauen Sie bald wieder auf unserer Seite vorbei. Gerne können Sie uns auch direkt kontaktieren.


  1. N.b. soll hier nochmals darauf hingewiesen werden, dass es sich hierbei um generierte Daten eines in Wirklichkeit nicht existierenden Radiologieanbieter handelt. Die Daten stammen aus einen durch Econovo zufällig generierten Datensatz, welcher auf realen Gegebenheiten basiert (Mengenstatistik und TARMED Regeln). Den Datensatz verwenden wir zur Demonstration.